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Wissenschaftlichen Förderpreis der Wiener Umweltschutzabteilung an René Mayer

Unser Mitarbeiter René Mayer wurde mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis 2017 der Wiener Umweltschutzabteilung ausgezeichnet.


Sauberes Wasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für unsere Gesundheit. Um dafür zu sorgen, dass unsere hohe Wasserqualität erhalten bleibt, braucht man möglichst aussagekräftige standardisierte Testmethoden. Biologische Verunreinigungen – etwa Bakterien, die durch Fäkalien ins Wasser geraten sind – lassen sich heute mit DNA-Tests nachweisen. René Mayer vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften hat in seiner Dissertation die Aussagekraft solcher Tests analysiert. Von der Wiener Umweltschutzabteilung wurde er dafür nun mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Die Ausgezeichnete Dissertation wurde vom FWF (Projekt-Nr: P22309) gefördert.


Mensch oder Tier?

Fäkale Verunreinigungen des Wassers können sowohl auf Menschen als auch auf Tiere zurückgehen – in jedem Fall enthalten sie eine große Anzahl an Krankheitserregern und werden daher als gefährliche Kontamination von Wasserressourcen angesehen. „Die genaue Herkunft der Verunreinigung zu kennen spielt in solchen Fällen eine wichtige Rolle“, erklärt René Mayer. „Einerseits, um das hygienische Risiko genau beurteilen zu können, andererseits auch, um im jeweiligen Wassereinzugsgebiet die passenden Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.“

Daher wurden in den letzten Jahren unter anderem an der TU Wien Methoden entwickelt, um spezifische Mikroorganismen anhand spezieller DNA-Abschnitte zu erkennen. So kann man auch rasch und zuverlässig klären, ob es sich um Mikroorganismen handelt, die von Weidetieren ins Wasser gelangt sind, oder ob es sich um Bakterien menschlichen Ursprungs handelt.


Wissenschaftlicher Förderpreis

Am 6. November 2017 vergab die Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) den Wissenschaftlichen Förderpreis 2017 an René Mayer. Dieser Preis wird jährlich für eine wissenschaftliche Arbeit im Bereich des Umweltschutzes vergeben, die prämierte Arbeit wird von einer Fachjury ausgewählt.


Die ausgezeichneten Publikationen

Mayer R, Bofill-Mas S, Egle L, Reischer G, Schade M, Fernandez-Cassi X, Fuchs W, Mach R, Lindner G, Kirschner A, Gaisbauer M, Piringer H, Blaschke AP, Girones R, Zessner M, Sommer R, Farnleitner A (2016): Occurrence of human-associated Bacteroidetes genetic source tracking markers in raw and treated wastewater of municipal and domestic origin and comparison to standard and alternative indicators of faecal pollution. Water Research 90: 265–276

Mayer RE, Vierheilig J, Egle L, Reischer GH, Saracevic E, Mach RL, Kirschner AKT, Zessner M, Sommer R, Farnleitner AH (2015): Automated Sampling Procedures Supported by High Persistence of Bacterial Fecal Indicators and Bacteroidetes Genetic Microbial Source Tracking Markers in Municipal Wastewater during Short-Term Storage at 5°C. Applied and Environmental Microbiology 81(15): 5134-5143